Agni – unser inneres Feuer | Ayurveda-United.de
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Agni – unser inneres Feuer

Agni, das Verdauungsfeuer muss in jedem menschlichen Organismus in gesundem Maße vorhanden sein, denn es ermöglicht die wichtigen Stoffwechsel- und Verdauungsvorgänge im Körper. Falsche, doshastörende Lebensmittel können dieses feine System empfindlich stören und zu Magenstörungen, Blähungen, Sodbrennen, Völleempfinden,  Müdigkeit nach dem Essen oder Heißhungerattacken führen.

Typische Folgeerkrankungen sind Akne, unreine Haut, schwache Abwehrkräfte, Darmträgheit, Beeinträchtigung der Konzentration und des Denkens. Die Ernährungslehre des Ayurveda stimmt die Ernährung auf die Doshakonstitution eines Menschen ab und bewirkt somit ein ausgeglichenes Agni.

 

Empfehlungen für ein ausgeglichenes Agni

Ein Pittakonstitutionstyp neigt manchmal zu Hautirritationen wie Neurodermitis, die ebenfalls mit der Leber in enger Verbindung steht. Meist ist bei diesem Konstitutionstyp das Agni sehr hoch, so dass die Nahrung zu schnell verbrannt wird, der Organismus daher meist zu wenig Energie aus der Nahrung ziehen kann. Die Folge sind Heißhungerattacken: eine Selbsterhaltungsreaktion des Körpers, um fehlende Mineralien, Spurenelemente etc zu erhalten. Hier können Bitterstoffe, geringer Einsatz von Fetten, milde Gewürze, geringe Salzmengen Linderung verschaffen, auf keinen Fall scharfe Gewürze wie Pfeffer, Chili, (Ingwer in Maßen), denn alle “heißen”, bzw. scharfen Gewürze steigern das Feuerprinzip Pitta.

Eine eher träge Kaphaverdauung kann hingegen mit warmen, bitteren und scharfen Gewürzen und Lebensmitteln motiviert werden. Zucker, Süßigkeiten und Milcherzeugnissem sind nicht empfehlenswert. Vor allem Gemüse sollte gereicht werden, zum Frühstück Obst, jedoch keine Bananen.

 

Ernähungstips für ein gesundes Agni

Es ist wichtig, immer sehr gut zu kauen – bis zu 50 Mal pro Bissen – eine halbe Stunde vor und während des Essens sollte nichts getrunken werden. Das gilt vor allem für gekühlte, zuckerhaltige und Getränke mit Kohlensäure.

Zum guten Start in den Tag: ein Glas (warmes) Ingwerwasser mit schwarzem Pfeffer trinken, den man am besten über Nacht ziehen lässt. Ausschließlich dann essen, wenn man hungrig ist – maximal zwei Handflächen voll zu sich nehmen – erst bei erneutem Hungergefühl die nächste Mahlzeit zu sich nehmen. Um das Agni anzufeuern wird geraten, agnisteigernde Gewürze wie Ingwer, schwarzer Pfeffer, Chili, Bockshornklee und Kurkuma zu verwenden. Senfsaat ist hingegen nicht mit Salz zu mischen, da dies Verdauungsstörungen verursachen kann. Daher sollten auch Curryfertigmischungen, die Senf oder Senfsaat enthalten, gemieden werden. 

 


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