Die Panchakarma-Kur | Ayurveda-United.de
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Die Panchakarma-Kur

Bei Panchakarma handelt es sich um eine effektive Entgiftungstherapie des Ayurveda mit dem Ziel der Stärkung des Immunsystems sowie der Wiederherstellung des körperlichen und seelischen Gleichgewichts und Wohlbefindens. Pancha-Karma bedeutet aus dem Sanskrit übersetzt so viel wie die „fünf Aktionen“ oder die „fünffache Handlung“, wobei sich diese Formulierung auf die Reinigungsverfahren des gesamten Organismus, bzw. der Beseitigung von Schlacken (Ama) bezieht.

Ama entsteht durch schlechte, minderwertige oder fehlerhafte Ernährung, bzw. durch schlechte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Wenn sich Ama im Körper ansammelt, blockiert es den Energiefluss und die effektive Nahrungs- bzw. Nährstoffaufnahme des gesamten Systems. Laut Ayurveda kann diese Ansammlung von Ama die Ursache aller Krankheiten sein.

Panchakarma ist eine einzigartige und äußerst effektive Behandlungsmethode, da sie individuell auf die unterschiedlichen Körperkonstitutionen zugeschnitten wird. Die einzelnen Therapien sind so angelegt, dass Ama, die Toxine, auch aus dem tiefen Gewebe gelöst und schließlich entfernt werden um somit einen ungehinderten Fluss der Energie- und Körpersäfte zu gewährleisten.

Als Vorbereitung für die Entgiftung werden Genussgifte vermieden, eine spezielle Ernährungsform eingehalten und Schlacken und Blockaden mittels Ölanwendungen und Erwärmungen mobilisiert.

 

Ist eine Ayurveda-Kur (Panchakarma-Kur) oder eine Ayurveda-Wellness-Kur das Richtige für Sie?

Ayurveda ist mittlerweile – ähnlich wie Yoga – weltweit ein regelrechter Boom geworden. Aufgrund dieser kommerziell durchaus spannenden Situation verzerren unzählige Ayurveda-Angebote hierzulande die Realität von authentischen ayurvedischen Behandlungen. Viele Menschen der westlichen Welt haben daher eine falsche Vorstellung bezüglich des Ablaufs einer Panchakarma-Kur.

In unserem Kopf läuft bei dem Begriff Ayurveda-Kur ein verklärter Film von zarten, orientalisch gekleideten Frauen, die uns von morgens bis abends sanfte Ölmassagen verabreichen und wir am Abend bei Sonnenuntergang entspannt und neu erfrischt bei exotischer Atmosphäre unseren Longdrink am Meer einnehmen. Man muss jedoch klar unterscheiden zwischen einer Ayurveda-Wellnesskur und der intensiven Entgiftungskur (Panchakarma).

 

Was ist eine Panchakarma-Kur?

Was die zarten Frauen anbelangt ist das meist korrekt, da in Indien und Sri Lanka die Anwendungen in der Regel von Frauen vorgenommen werden… alles übrige läuft eher anders ab:

Eine traditionelle Ayurveda-Kur oder Panchakarma-Kur ist in erster Linie als REINIGUNG und TIEFGREIFENDE MASSNAHME zu sehen. Es ist für nahezu alle Menschen eine eindringliche, mitunter transformierende und lebensverändernde Maßnahme. Die tiefgreifende Reinigung von Körper, Seele und folglich auch des Geistes können große Veränderungen mit sich bringen. Vor allem extrem gestresste und/oder and gesundheitlichen Störungen leidenden Menschen wählen zum Beispiel eine Panchakarma-Kur.
Daher muss klar unterschieden werden zwischen einer intensiven Entgiftungskur, dem Panchakarma und einer ayurvedischen Wellnesskur.

Aufgrund der individuell angepassten Behandlungen werden viele im Körper gespeicherte Gifte mobilisiert, was vor allem in den ersten Tagen der Anwendungen bleiern und müde macht – vergleichbar mit dem Phänomen der Frühjahrsmüdigkeit – in diesem Falle jedoch viel stärker spürbar. In der Regel möchte man in den ersten Tagen der Anwendugen nur schlafen und pendelt zwischen Anwendungen, Garten, Zimmer, Restaurant, Anwendungen. Erst nach etwa einer Woche lässt diese Müdigkeit nach, da der Körper die Schlacken bereits abtransportiert.

Falls Sie Ayurveda „light“ wünschen, sollten Sie sich daher eher für weniger intensive, regenerierende und tiefgreifende Prozesse wie die Panchakarma-Kur entscheiden, sondern eher für eine ayurvedische Wellness-Kur wie eine Rasayanakur (Verjüngungskur) oder andere ayurvedische Wellnessanwendugen.

Ayurvedischen Wellnessanwendungen sind ebenfalls wunderbar, verjüngend und entspannend, wenngleich nicht so tiefgreifend wie eine Panchakarma-Kur. Falls Sie an gesundheitlichen Problemen oder Beschwerden leiden, sollte daher eine Panchakarma-Kur in Erwägung gezogen werden.

 

 

Wie lange dauert eine Panchakarma-Kur?

Eine Panchkarma-Kur MUSS, um effektiv zu sein mindestens eine oder zwei – im Idealfall vier bis sechs Wochen andauern. Die Dauer hängt von der Schwere der Beschwerden ab – das körpereigene Empfinden danach ist jedoch mit nichts zu vergleichen. Man fühlt sich wie neugeboren – und im Grunde ist man das auch, denn jede einzelne Zelle wurde entgiftet und verjüngt.

Bevor Sie daher Angebote prüfen, sollte Sie sich daher sicher sein, welche Ayurvedabehandlung für Sie in Frage kommt.

Eine effektive, authentische Ayurveda-Kur ist gewährleistet wenn:

  • man Sie über die vorbereitenden Maßnahmen der Kur informiert
  • man Sie über die nach der Kur anzuwendenden Verhaltensregeln informiert
  • sie je nach Krankheits- oder Beschwerdebild mindestens zwei bis zwölf Wochen umfasst (je kürzer die Kurzeit, desto größer die Anstrengung für den Organismus)
  • sie unter der Leitung eines Vaidyas (an Universitäten ausgebildeter Ayurveda-Arzt) stattfindet
  • sie in einem ayurvedischen Hospital oder einer ayurvedischen Klinik oder einem anderen, professionellen klinischen Rahmen vorgenommen wird
  • sie im Rahmen eines für Ihren Doha-Typ (Konstitutionstyp) individuell zugeschnittenen (IMMER vegetarischen) Ernährungsplans stattfindet

 

An welchem Ort sollte man eine eine authentische Panchakarma-Kur machen?

Die Entscheidung, an welchem Ort in der Welt man eine Panchakarma-Kur macht hängt vom gesundheitlichen Zustand, den individuellen Vorzügen sowie Aspekten wie Zeitverschiebung etc. ab. Eine Reise nach Sri Lanka oder Indien mit bereits stark geschwächter Vitalität kann sich eher negativ auswirken.

Welche Aspekte sind zu berücksichtigen, um eine Ayurveda-Kur oder Pancha-Karmakur zu planen?
Vor allem der Faktor Zeit ist relevant. Eine Panchakarma-Kur in Indien oder Sri Lanka unter zwei Wochen zu planen, könnte bezüglich der Zeitverschiebung, Jetlag, Klimaveränderung sowie der extreme kulturelle Wechsel für bestimmte Menschen mehr Schaden als Vorteile bringen.

Das gleiche gilt für mögliche Kommunikationsprobleme – falls man der englischen Sprache mächtig ist, gäbe es weder in Indien noch in Sri Lanka Verständigungsschwierigkeiten. Ohne diese Kenntnisse könnten jedoch Missverständnisse im Dialog mit dem vor Ort behandelnden Arzt entstehen, was aus nachvollziehbaren Gründen unbedingt zu vermeiden ist.

Allerdings werden heutzutage einige Häuser von Deutschen geführt oder es ist ein Dolmetscher vor Ort. Informieren Sie sich diesbezüglich eingehend und treffen Sie aufgrund dieser Kriterien Ihren Kurort.

Eine mehrwöchige Panchakarma-Kur im Ursprungsland des Ayurveda – Indien oder Sri Lanka – gilt selbstverständlich nach wie vor als authentisches Eintauchen in die Essenz dieses Wissens: das Land, die Menschen, die Kultur, die Düfte, Gerüche, Geräusche, Farben, Klänge werden für immer unvergessen sein. Vor allem preislich ist eine mehrwöchige Kur in Indien oder Sri Lanka interessant, da sie dort vergleichbar günstig angeboten wird. Es sei denn, das Haus wird von westlichen Ärzten geführt – dann sind die Kosten ähnlich hoch wie im Westen.

 

Was ist der richtige Ort für eine Panchakarma-Kur? Hotel, Resort, Klinik oder Hospital?

Wir empfehlen eine authentische Panchakarma-Kur in einer indischen Klinik oder ähnlichen Einrichtungen jedoch ausschließlich Menschen, die bereits Reiseerfahrungen in Indien oder einem ähnlichen exotischen Land haben, sich mit der Kultur und der Lebensart dort auseinandergesetzt haben oder bereits tiefergehende Erfahrungen mit Ayurveda gemacht haben. Ansonsten könnte der Kulturschock zu groß sein – zumal in indischen Kliniken meist der Standard der Unterbringung sowie die Hygiene westlichen Ansprüchen nicht im entferntesten genügt.

Mittlerweile gibt es allerdings eine ganze Reihe ayurvedischer Kliniken und Hospitäler, in denen westliche Ärzte tätig sind oder die sogar von diesen geführt werden.

Panchakarma-Kur oder ayurvedische Wellness-Kur?

Im Gegensatz zur Panchakarma-Kur wird bei einer Wellnesskur vor allem der Erholungswert des Gastes berücksichtigt, indem er „gesalbt“ und beruhigt wird. Die dem Dosha entsprechenden Behandlungen wie Öl- oder Kräuter-Massagen, Dampfbäder, Körper- oder Körperteilpackungen, Gesichtsbehandlungen sowie Ernährungsumstellungen sollen vor allem Entspannung von Körper, Seele und Geist bewirken. Es soll eine angenehme, erholsame und schonende Erfahrung sein. Im Gegensatz zur Panchakarma-Kur wird bei einer Ayurveda-Wellness-Kur keine spezifische Krankheit, Störung oder Beschwerde behandelt.

 


Die drei Phasen einer Panchkarma-Kur

Ein ideales Panchakarma-Entgiftungsprogramm besteht aus drei Phasen:

1. Purvakarma – Vorbereitungsphase
2. Pancha-Karma – Ausleitung
3. Rasayana – Regeneration und Stärkung des Körpers


Die fünf Theraphiemethoden der Panchakarma-Kur im Einzelnen

Jede Panchakarma-Kur wird individuell an die Dosha-Verteilung des zu Behandelnden angepasst um das Gleichgewicht der drei Doshas Vata, Pitta und Kapha zu erwirken. Selbstverständlich kann und soll niemals das Prakriti (der angeborene Doshazustand) eines Menschen “verbogen” werden. Es gilt auf sanfte Weise überschießende Doshas zu regulieren und zart zu motivieren, sich zu reduzieren oder zu erhöhen.

Folglich wird bei einem Kapha-Überschuss die Panchakarma-Kur anders angewendet als bei einem Pitta-oder Vata-Menschen.

Bei Kapha kann ein medizinisches Erbrechen von Kräutersäften (sehr effektiv und nicht unangenehm), bei Pitta abführende Maßnahmen und bei Vata warme Kräutereinläufe.

Die Panchakarma-Kur teilt sich in zwei Hauptanwendungen auf: die vorbereitende, entgiftende und anschließend die ausgleichende, stabiliesierende Phase. Bei Bedarf werden zusätzlich Anwendungen wie Inhalation und Naseneinläufe verordnet. Diese fünf Therapiebehandlungen nennen sich Vamana, Virechana, Nasya, Basti und Raktamoskshana.

1. Erbrechen (Vamana)

Bei Vamana handelt es sich um eine medizinische Therapie, die mittels Erbrechen Giftstoffe im Körper und und vor allem in den Atemwegen entfernt. Diese Methode wird in der Regel ausschließlich bei Menschen mit Kapha-Stöurungen empfohlen. Die tägliche Behandlung löst die Giftstoffe in den genannten Körperbereichen und unterstützt dabei, sie abzutransportieren.

Vamana wirkt unterstützend bei: Asthma bronchiale, chronischen Allergien, Heuschnupfen, Vitiligo – Weißfleckenkrankheit, Psoriasis, Übersäuerung, Verdauungsstörungen, chronische Nasenverstopfung, Nebenhöhlenproblemen, Ödemen, Übergewicht, psychische Störungen, Hauterkrankungen.

2. Reinigung durch kräutermischungen (Virechanain)

Virechana gilt als medizinische Therapie bei Giftstoffen, die durch zu viel Pitta ausgelöst wurden zu entfernen. Diese sammeln sich doshatypisch vor allem in der Leber und der Gallenblase an. Virechana reinigt nahezu vollständig den Magen-Darm-Trakt, und gilt als sehr sicheres Verfahren ohne Nebenwirkungen.

Es werden abführende Kräuter, sogenannte Purgativa eingesetzt, welche Eigenschaften wie scharf, durchdringend und sich ausbreitend besitzen.

Aufgrund der genannten Eigenschaften besitzt das Virechana-Purgativa-Kräuter ebenfalls die Fähigkeit den gesamten Metabolismus und die Blutzirkulation zu aktivieren. Die aktiven Substanzen dieser Kräutermischung können die Shrotas – Mikro und Makrokanäle – durchdringen und befreien diese von degenerative Aspekten, so dass sie am Ende ausgeschieden werden können.

Diese Therapie besitzt bei aller Sanftheit einen tiefgreifende Reinigungs- und Verjüngungseffekt.

Virechana wirkt unterstützend bei Diabetes, Asthma, Hauterkrankungen wie Herpes, Gelenkerkrankungen, Verdauungsstörungen, Verstopfung, pittabedingter Übersäuerung, Vitiligo, Psoriasis, Kopfschmerzen, Elephantiasis und gynäkologischen Erkrankungen. Virechana soll die Konzentrationsfähigkeit und die intelligenz steigern.

 

3. Nasenreinigung (NASYA)

Als Nasya bezeichnet man die Verabreichung von medizinischem Öl durch die Nase, um angesammelte Kapha-Giftstoffe aus dem Hals-, Nasen- und Ohrenbereich zu entfernen. Entprechend des von dem Arzt zuvor eingeschätzten Zustands des Patienten kann Nasya bis zu 30 aufeinander folgenden Tagen verabreicht werden.

Nasya wirkt unterstützend bei: Trigeminusneuralgie, Schlaflosigkeit, Beseitigung von überschüssigem Schleim, Hyperpigmentierung im Gesicht, vorzeitigem Ergrauen der Haare, belegter Stimme, Kopfschmerzen unterschiedlicher Herkunft, halbseitige Lähmungen, der Einschränkung von Geruchs-und Geschmacksnerven, Geschmacks- und Geruchsverlust, Schulterschmerzen, Migräne, Nackensteifigkeit, nasalen Allergien, Nasenpolypen, neurologischen Funktionsstörungen, Sinusitis – außerdem verbessert es das Gedächtnis und das Sehvermögen.

 

4. EINLAUF- ODER DARMSPÜLUNG (BASTI)

Basti, der Einlauf oder die Darmspülung wird als Mutter aller Panchakarmea-Behandlungen betrachtet. Es reinigt die angesammelten Giftstoffe bei allen drei Doshas Vata, Pitta und Kapha über den Dickdarm. Basti gilt als eine sanfte und perfekte Verjüngungskur und hat sich ebenfalls bewährt, ein zu hohes Vata zu regulieren.

Medizinisches Öl oder Ghee und ein Kräutersud wird als Einlauf verabreicht, um den Darm zu reinigen und den Muskeltonus zu erhöhen. Diese Behandlung wird unter Umständen je nach Zustand des Patienten mehrere Tage verabreicht.

Vorteile: hilft bei Kolitis, in der Rekonvaleszenz, zervikale Spondylose, Reizdarmsyndrom, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Rückenschmerzen und ischias, Hepatomegalie und Splenomegalie, Übergewicht, impotenz und Unfruchtbarkeit.

 

5. Blutreinigungsverfahren (Raktamokshanain)

Bei Raktamokshana handelt es sich um ein Blutreinigungsverfahren und wird nur in sehr seltenen Fällen empfohlen und wird aufgrund der hohen Gefahr von infektionen in Ayurveda-Zentren nicht angeboten.

 


Frühling – Die ideale Zeit für die Reinigung

Die meisten Menschen spüren instinktiv, dass der Frühling die ideale Jahreszeitist, um zu entgiften. Wenn man die Natur näher betrachtet, gibt es gute Gründe dafür, diese Jahreszeit zu wählen. im zurückliegenden Winter (November bis Februar) hat unser Organismus der Gesundheit eher unzuträgliche Belastungen erfahren müssen: zu wenig Licht, zu wenig Bewegung, eher schweres Essen, zu viele Süßigkeiten über die Feiertage. Diese Aspekte belasten die entgiftenenen Organe wie Leben und Nieren, doch auch das Verdauungssystem und Organe wie Magen, Darm.

Störungen im Fettstoffwechsel sind die Folge und unangenehme Nebeneffekte wie schlechte Verdauung, Blähungen, Erhöhung des Cholesterinspiegels, Ablagerungen von Neutralfetten und Zellgiften und in der Regel ebenfalls eine Störung oder Irritation der Darmflora. Folge ist, dass die feinen Energiekanäleimmer weiter verstopfen und verschlacken.

Entgiftung im Einklang mit der Natur

In früheren Zeiten waren die Menschen noch tiefer verwurzelt mit den natürlichen Rhythmen der Natur und den Bedürfnissen des Körpers. Daher war die Frühlingszeit von jeher historisch gesehen die klassische Entgiftungs- und Entschlackungszeit.

Selbst wenn man all die Symptome wie die oben genanntenin den Wintermonaten nicht wahrnimmt, können sie spätestensim Frühjahr durch die allgemein bekannte Frühjahrsmüdigkeit spürbar werden. Mit der steigenden Temperatur „schmilzt“ das manifestierte Ama und beginnt durch alle Körperkanäle zu fließen. Die Folgeist, dass der Organismusin hohem Maße mit angesammelten Toxinen überflutet wird.

Der Körper sehnt sich förmlich nach Reinigung und leichter Nahrung. Daher gilt ja auch die Karnevalszeit – carne vale – Fleisch lebe wohl oder Fleisch ade historisch als Fastenzeit bis zu Ostern. Fleisch belastet den Körper und den gesamten Verdauungsapparat. Da der Körper in dieser Zeit in besonderem Maße belastet ist, sollte man auf Genussgifte wie Zucker, Alkohol etc aber auch auf Fleisch verzichten um den Entgiftungsprozess zu unterstützen.


Die Beseitigung von Ama in der Panchakarmakur

Bevor man eine Panchakarmakur beginnt, sollte man einen erfahrenen Ayurvedaarzt konsultieren, der den aktuellen Zustand der Körperkonstitution und der Doshas bestimmt. Nachdem dies erfolgte kann er die Ursache der übermäßigen Ama-Produkion ermitteln und entsprechende Therapien empfehlen, die individuell auf den Patienten zugeschnitten sind.


Die richtige Ernährung und Lebensführung nach der Panchakarma-Kur (Paschatkarma)

Paschatkarma bezieht sich auf das Verhalten nach der Panchakarma-Kur. Die meisten Menschen unterschätzen die Notwendigkeit dieser Nachbehandlung: sie erkennen nicht, dass nach einer tiefgreifenden Panchakarma-Entgiftung der Körper viel sensibler auf Genussgifte, minderwertige Nahrung und andere negative Einflüsse reagiert. Denn auch nach Abschluss der Panchakarma-Kur ist es ratsam, zumindest einige Tage auf leichte, nährende Speisen wie Khichari oder Mung-Dal-Suppe zu achten, ausreichend Wasser zu trinken. Man sollte mit kleinen Schritten in den Alltag und die gewohnten Aktivitäten und Ernährungsweisen zurückkehren – wenn überhaupt. Denn wenn in der Vergangenheit eine starke Ama-Belastung des Organismus erfolgte, sollte man seine Ernährungsweise- uns Lebensweise grundsätzlich überdenken und gegebenenfalls umstellen.

Wenn man sich für eine ayurvedische Panchakarma-Kur entscheidet, sollte man seinem Körper ausreichend Zeit gewähren, in den Reinigungsmodus zu gelangen und nach Abschluss wieder herauszufinden. Während dieser Phase ist es empfehlenswert, neben der gewohnten Beschäftigung wie Arbeit, Privatleben, Sport so viel körperliche und geistige Ruhe wie möglich einzuräumen.


PANCHAKARMA KUR ZU HAUSE

Traditionell sollte jeweils zum Übergang in eine neue Jahreszeit eine ayurvedische Entgiftung vorgenommen werden. Auf diese Weise gelangt man perfekt von alter Energie in neue Energie. Vor allem die Phase vom Winter zum Frühjahr ist ideal geeignet für eine solche Anwendung, da über die dunkle, kalte und überwiegend träge Jahreszeit viele Schlacken angesammelt wurden, die nun die bekannte “Frühjahrsmüdigkeit” auslösen.

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