Ernährung nach Ayurveda – Nahrung als Medizin | Ayurveda-United.de
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Ernährung nach Ayurveda – Nahrung als Medizin

Laut Ayurveda ist ein auf unseren Konstitutionstyp (Dosha) abgestimmtes Essen mit natürlicher Medizin gleichzusetzen. Die richtige Ernährung gilt daher im Ayurveda als einer der wichtigsten Aspekte in Bezug auf die Gesunderhaltung oder Heilung von Körper, Seele und Geist.

Was jedoch für uns als richtig und kompatibel gilt ist individuell von unserer Dosha-Verteilung abhängig. Was “des einen Freud ist des anderen sein Leid” – Lebensmittel sollten individuell auf das jeweilige Dosha abgestimmt werden.

Ayurveda unterscheidet sechs Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, süß, bitter, scharf, zusammenziehend.

Nach der ersten Konsultation eines ayurvedischer Arztes (Vaidyas) werden Sie im Rahmen eines diätetischen Blatts Listen von Nahrungsmittel finden, die für Ihren Konstitutionstypen perfekt sind.

Wenn Sie beispielsweise eine zu hohe Pittakonstitution aufweisen, wird man Ihnen pittareduzierende Nahrungsmittel empfehlen. Meist gilt dieser ayurvedische Ernährungsplan lediglich für einen begrenzten Zeitraum, bis wieder eine ausgewogene, stabile Situation erreicht worden ist.

Allgemeine Ernährungsempfehlungen nach Ayurveda

Ayurveda empfiehlt entsprechend der Jahreszeiten unterschiedliche Gerichte. Im Sommer eher leicht und kühlend, im Winter schwer und wärmend. Im Sommer ist durch den hohen Sonne und Hitzeeinfluss PITTA bei allen Menschen höher und sie sind daher anfälliger für Hautirritationen, Hautallergien und Sonnenbrand. Daher sind in dieser Zeit eher leichtes Obst, gewoktes Gemüse und Salate zu bevorzugen.

Man sollte stets eine kleine Menge an Nahrungsmitteln zu sich nehmen. Die gesunde Regel lautet: iss nur so viel, wie in Deine beiden Hände passt – demnach etwa eine Reisschale voll. Alles andere steigert AMA und kann früher oder später körperliche Beschwerden auslösen.

Zubereitete Speisen sollten niemals länger als eine Stunde aufbewahrt werden. In dieser Konsequenz sollte auch nicht eingefroren oder wieder aufgewärmt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgewärmte Nahrung gilt als tamasig, energielos und ohne jegliche Lebensenergie. Wenn Sie gelegentlich aufgewärmtes oder tiefgefrorenes Lebensmittel zu sich nehmen werden Sie nicht gleich erkranken – dennoch sollte der Focus auf frische Kost gelegt werden.

Auch frisch gepresste Frucht- oder Gemüsesäfte müssen SOFORT getrunken werden da sie durch die Zerstörung der Zellen in der Zentrifuge oder im Mixer nahezu sofort verfallen. Daher sind auch Smoothies oder Fruchtsäfte aus der Kühltheke zwar nach wie vor schmackhaft, doch vollkommen ohne jeglichen nennenswerten Nährwert. Daher sollte man seine Frucht- und Gemüsesäfte grundsätzlich immer selbst zubereiten und SOFORT trinken.

  • das Essen sollte immer leicht verdaulich und gut verwertbar sein
  • das Essen ist bevorzugt leicht statt schwer, gerade im Sommer ist es empfehlenswert, leichter als im Winter zu essen
  • im Winter benötigt der Körper mehr “Brennmaterial”, folglich darf man schwerer und gehaltvoller essen als in den heißen Jahreszeiten
  • es ist empfehlenswert, dass Gewürze entsprechend der Dosha-Konstitution gewählt werden. Dies gilt insbesondere für die Verwendung von scharfen Gewürzen.
  • warme, gekochte, gewokte (Angebratenes aus dem Wok) oder leicht gekochte Speisen sind verdaulicher als rohe
  • rohe Kost ist vitaler als gekochte oder gebratene, jedoch schwer verdaubar, daher gilt es, Gekochtes und Rohes in Balance zu halten
  • es muss berücksichtigt werden, dass in unterschiedlichen Lebensphasen- oder Zuständen wie Krankheit oder Schwangerschaft besondere Lebensmittel konsumiert werden
  • vor allem Lebensmittel, die alle drei Doshas ausgleichen wie zum Beispiel grüner Mung Dal, Koriander
  • ayurvedische Speisen und Zutaten sind der klassischen, vedischen Tradition nach grundsätzlich vegetarisch
  • alle Zutaten sollten vegetarischer Natur sein. Dies bedeutet, dass neben der Abwesenheit von Fisch und Fleisch ebenfalls Brühen, Fonds oder weitere Zutaten tierfrei sein müssen
  • Alle Zutaten sollten frisch (nicht tiefgefroren oder konserviert), vital und möglichst aus kontrolliert biologischem Anbau sein.

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      Das indische Geburtshoroskop oder Kreis der Wiedergeburt, (Janma Kundali) mit seinen 12 Rashis (Zeichen) erlaubt sehr detaillierte Aussagen über verschiedene Lebensgebiete.

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      Chakra ist ein Begriff aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt Rad oder Wirbel. Das Chakrasystem bezieht sich auf die sieben Energiezentren, durch die unserer gesamtes Sein, unser Energiezentrum und unser Bewusstsein „gespeist“ wird.

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