Grundlagen des Ayurveda | Ayurveda-United.de
40850
post-template-default,single,single-post,postid-40850,single-format-standard,bodega-core-1.0.0,ajax_fade,page_not_loaded,,select-theme-ver-3.0,smooth_scroll,wpb-js-composer js-comp-ver-6.0.3,vc_responsive

Grundlagen des Ayurveda

Der Begriff Ayurveda heißt wörtlich aus dem Sanskrit übersetzt „Wissen vom Leben“. Ayur, das Leben, wird in der hinduistischen Lehre mit einer langen, erfüllten Lebenszeit in Verbindung gebracht. Veda hingegen bezieht sich auf das Wissen in seiner ursprünglichsten und reinsten Form: dem Verständnis um die tieferen Zusammenhänge des Menschen und des Lebens.

Die Weisen Indiens (Rishis) besaßen hohe spirituelle Fähigkeiten und ein tiefes Verständnis bezüglich der essentiellen Lebensgrundsätze. Aufgrund dieses Wissens wurde im Laufe von Jahrtausenden eine Wissenschaft begründet, welche die Gesundheit und die Regeneration des Menschen in seiner ganzheitlichsten Form ermöglicht.

DAS HERZ DES AYURVEDA – DIE DOSHA-DIAGNOSTIK

Grundlage dieses Wissens ist die Lehre und Verteilung der Doshas Vata, Pitta und Kapha – das Wissen um die Konstitutionsenergien eines Menschen. Die Essenz, aus der sich der Mensch “zusammensetzt” besteht aus den Elementen Wasser, Erde, Feuer, Luft und Äther. Aufgrund der Umverteilung dieser Elemente entstehen die Doshas. Die Verteilung und Konstitution der Doshas bilden die Grundlage einer jeden Erstdiagnose und weiteren Anwendung im Ayurveda. Sie bilden das Herz der ayurvedischen Diagnostik.

DER KONSTITUTIONSTYP

Desweiteren spielt die individuelle Konstitution eines Menschen eine signifikante Rolle – das Prakriti, das der Mensch bei seiner Geburt aufweist. Welche Verteilung der Doshas Vata, Pitta und Kapha besitzt ein Mensch bei seinem ersten Atemzug?

Die Verteilung der Doshas beeinflusst ebenfalls unseren Körperbau, die Stabilität unserer Gesundheit. In der Regel sind die Doshas bei der Geburt nahezu ausgeglichen verteilt – meist mit einem leichten Überschuss an leichter, aktiver Vata-Energie.

Im Laufe des Lebens geraten durch Stress- und Umweltfaktoren, Traumata, Schicksalsschläge, Verluste, Enttäuschungen, Existenzängste die Doshas aus dem Ungleichgewicht, was zu erheblichen Störungen und schließlich zu chronischen Krankheiten führen kann. Den IST-Zustand bezeichnet man als Vikriti.

Die Therapien im Ayurveda zielen darauf ab, die in Ungleichgewicht geratenen Doshas wieder ins Gleichgewicht zu bringen, der Wiederherstellung unseres grundeigenen von Gott und der Natur angedachten Wesens. Man spricht hier von der Dreierwaage, folglich drei gleich große, ausgeglichene Anteile.

Wenn sich diese Anteile, die drei Doshas nicht im Gleichgewicht befinden, verbrennen wir, werden träge oder fliegen buchstäblich davon. Das Verbrennen findet durch zu viel Pitta, Feuerenergie statt, die Trägheit erfolgt durch zu viel Kapha, Erd-Wasser-Ernergie und wir fliegen davon ohne Bodenhaftung durch zu viel Vata, dem Luft-Ätherprinzip.

Im Grunde ist das Prinzip sehr einfach:
Bei Übergewicht ist beispielsweise Kapha im Übermaß vorhanden. Wer abnehmen möchte, muss unter dem Aspekt der Dreierwaage einerseits Kapha verringern, indem Vata und Pitta verstärkt werden. Dies kann durch Reinigungs- und Entschlackungskuren, Panchakarma, Massagen, Bewegung und spezielle Nahrungsumstellung und Churnas (Kräutermischungen) erfolgen.

  • Neuste Artikel
Claudia Verde ist Autorin und Meditations-Lehrerin, Coach und Beraterin für Ernährung und ganzheitliche Lebensführung.
  • Jyotish – die indische Astrologie der Veden und des Yogas

    Das indische Geburtshoroskop oder Kreis der Wiedergeburt, (Janma Kundali) mit seinen 12 Rashis (Zeichen) erlaubt sehr detaillierte Aussagen über verschiedene Lebensgebiete.

  • Körperübungen (Asanas)

    Asana ist ein Begriff aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt „Sitz“ und umschreibt die Körperhaltungen im Yoga. Asana bezeichnet eine spezifische Position, (überwiegend im Hatha-Yoga) die auf entspannte Weise vor allem auch über einen längeren Zeitraum hinweg gehalten werden kann. Asana gilt als die dritte Stufe des Raja-Yoga, der Königsdisziplin (auch Ashtanga-Yoga oder Kriya-Yoga) nach Patanjali.

  • Die Chakren

    Chakra ist ein Begriff aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt Rad oder Wirbel. Das Chakrasystem bezieht sich auf die sieben Energiezentren, durch die unserer gesamtes Sein, unser Energiezentrum und unser Bewusstsein „gespeist“ wird.

  • Atemübungen (Pranayama)

    Pranayama bedeutet aus dem Sanskrit übersetzt so viel wie “Erweiterung von Prana (bzw. Atem)” oder “Erweiterung der Lebenskraft”. Die Ursprünge dieser yogischen Disziplin liegt im alten Indien.

  • Die Feueratmung

    Bei Kapalabhati oder der Feueratmung handelt es sich um eine hoch effiziente Atemübungen (auch als Pranayama oder Kriya bezeichnet), deren Wirkung unmittelbar spürbar wird. Kapala bedeutet aus dem Sanskrit übersetzt Schädel und bhati Licht oder Glanz.

X