Vata-, Pitta- und Kaphastörungen | Ayurveda-United.de
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Vata-, Pitta- und Kaphastörungen

Im Ayurveda gilt ein Mensch als vollkommen gesund, wenn sich Körper, Seele und Geist im Gleichgewicht befinden. Vata, Pitta und Kapha resultieren aus dem Prinzip der fünf Schöpfungselemente Luft, Äther, Feuer, Wasser, Erde. Alle Aktivitäten von Körper oder Geist werden durch die drei Doshas bzw. die biologischen Prinzipien geregelt.

GLEICHGEWICHT DER DOSHAS ALS SCHLÜSSEL ZUR GESUNDHEIT

Vata wird dem Luft- und Ätherprinzip zugeordnet – daher regelt es alle Bewegungen im Organismus wie den Blutfluss, den Abbau körperfremder Substanzen und deren Ausscheidung, die Atmung, die Bewegung der Gedanken.

Da die beiden anderen Doshas Pitta und Kahpa ohne die Prinzipien von Vata bewegungsunfähig sind, wird Vata auch als das führende Dosha bezeichnet. Pitta repräsentiert Hitze und Feuer und regelt den Wärmehaushalt, Stoffwechsel und tranfomierende Prozesse. Die Verdauung ist eine der wichtigsten Pittaaktivitäten.

Kapha repräsentiert Erde und Waser – daher liegt die wesentliche Aufgabe darin die Feuchtigskeits- und Flüssigkeitsbalance des Organisum zu regulieren sowie alle damit verbundenen Prozesse. So steuert Kapha zum Beispiel die “Schmierung” der Lunge, indem der Interpleuralraum mit einer speziellen Flüssigkeit gefüllt wird.

Wenn sich alle Doshas in perfektem Gleichgewicht befinden, spricht man von einem gesunden Organismus was bedeutet, dass alle Systeme sowie sämtliche Aktivitäten von Körper und Geist optimal funktionieren. Wenn eines oder mehrere Doshas in Ungleichgewicht kommen, führt dies zu Störungen.

Die Doshas kommen aus dem Gleichgewicht durch falsche Essgewohnheiten, übermäßiger Konsum von Genussgiften, Stress, Sorgen, Existenzängsten, Konkurrenzdruck, Umweltverschmutzung, Elektrosmog, Klimaveränderungen oder das Wetter.

PRAKRITI UND VIKRITI

Kurz gesagt ist es in ayurvedischen Therapie üblich, die Individualität jedes Menschen und dessen natürliche, angeborene Doshaverteilung (Prakriti) zu betrachten um herauszufinden, was das Ungleichgewicht bzw. die Störungen der Konstitution (Vikriti) ausgelöst hat.

Die natürliche, angeborene Konstitution wird von Alter, Klima, Jahreszeit und anderen äußeren Faktoren beeinflusst. Wer gemäß seiner natürlichen Konstitution lebt befindet sich im Gleichgewicht und im Einklang mit seiner Natur und kann daher seine Potentiale und Fähigkeiten ideal ausleben.
Als Vikriti bezeichnet man den momentan vorherrschenden Dosha-Zustand. Falls sich dieser zu sehr von der eigenen, ursprünglichen Natur entfernt hat, können gesundheitliche Störungen die Folge sein.

Daher ist es wichtig, zunächst eine exakte Bestimmung der aktuell vorherrschen Dosha-Verteilung zu ermitteln. Ziel ist es, das oder die überschießenden Dosha/s auszugleichen, bzw. zu reduzieren und somit den Menschen und den gesamten Organismus wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Mit Hilfe von spezieller Ernährung, angepasstem Lebenswandel, Entspannungsübungen, Yoga, Kräutern und therapeutischen Anwendungen ist man bemüht, erneut die ursprünglich angelegte, ausgeglichene Doshavereilung zu erzielen.

» weitere Informationen zum Thema Prakriti und Vikriti

DIE VERDAUUNG ALS FUNDAMENT DER GESUNDHEIT

Im Ayurveda gibt es eine Theorie zur Vermeidung von Krankheiten: es heißt, eine gute Verdauung sei ausschlaggebend für eine gute Gesundheit ist. Falls die Verdauung nicht perfekt funktioniert und sich AMA, sogenannte Giftstoffe ansammeln, akkumulieren sich Schlacken und Toxine, die die feinen Energiekanäle verstopfen und zu Stauungen führen. Ama schwächt den gesamten Körper und erzeugt somit perfekte Bedingungen für Krankheiten und Infektionen.

UNTERSTÜTZUNG AUS DER NATUR

Falls dieser Zustand bereits erreicht wurde, kann man durch spezielle ayurvedische Reinigungs- und Verjüngungskuren wie Panchakarma bewirken, dass Gifte aus dem Körper gespült werden. Außerdem gibt es perfekt abgestimmte, komplexe Ayurveda-Kräutermischungen, die Entgiftungs und Aufbauprozesse beschleunigen: die Rasayanas, die mittels jahrtausendealter Rezepte hergestellt werden.

FAKTOREN EINER DOSHA-STÖRUNG

Jeder Konstitutionstyp und jeder Mensch besitzt eine individuelle Natur, bevorzugte Ausdrucksformen und Verhaltensweisen. Falls diese Bedürfnisse unterdrückt werden, kann es – neben den bereits oben genannten negativen Einflüssen – zu einem Ungleichgewicht führen, das Krankheiten verursachen kann.

Es gibt viele beeinflussende Faktoren, die eine Dosha-Störung bewirken können. Vor allem sind hier ungesunde Lebens- und Ernährungsweise, mangelnder Schlaf, Stress, ungünstiges Klima, Belastungen im beruflichen oder privaten Bereich, übermäßiger Konsum von Genussgiften wie Tabak, Alkohol, raffinierter Zucker, Umweltbelastungen.


Dosha-Test

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